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                             Zahm? Tipps und Tricks!



Nun, hier möchte ich Ihnen gerne mal ein paar Tricks verraten:

Also, Sie haben ein neues Geierchen erworben, damit das vorhandene Geierchen nicht mehr so alleine ist oder Sie haben gleich 2 Geierchen erworben, die Sie gerne zusammen halten möchten! Bitte niemals ein Geierchen alleine halten - zwangsweise Einzelhaltung kann auf Dauer zu schweren Schäden führen - die Tiere werden zum Rupfer (reißen sich selbst dann die Federn aus), zum Schreier (schreien permanent den ganzen Tag oder wenn der Mensch mal keine Zeit für sie hat oder nicht da ist) und können schwere seelische Störungen erleiden, die erst viel zu spät erkennbar sind!

1. Tag - Ankunft: der Käfig/Voli sollte nicht abseits stehen - am besten in einem Zimmer, in dem sie sich viel aufhalten, damit es an ihrem Leben teilhaben kann! Zuhause angekommen, stellen Sie den Transportkarton in den fertigen! Käfig/Voli, öffnen ihn und lassen das Federbällchen fliegen, wenn es meint, dass es soweit ist. In der Regel geht es relativ schnell, weil sie sehr neugierig sind - wenn es zu lange dauern sollte, dann bitte liebevoll etwas nachhelfen (den Karton hinten ganz leicht ankippen o.ä.). Hat das Geierchen all seinen Mut zusammen genommen und den Karton verlassen, dann gönnen Sie ihm bitte etwas Ruhe! Einfangen und Transport waren Stress genug! Hat es sich etwas beruhigt und sitzt entspannt auf der Stange, dann können Sie sich selbstverständlich dem Käfig/Voli nähern und leise und sanft mit ihm sprechen. Bitte keine hektischen und unüberlegten Bewegungen - das Geierchen hat noch sehr viel Angst und muss erst Vertrauen gewinnen! Überlegen Sie sich vorher einen Namen und sprechen Sie das Federbällchen bei jedem Kontakt damit an! Am besten sind kurze Namen und die Endung mit einem -i! So, das war der erste Tag im neuen Zuhause! Zur Nachtruhe halten Sie sich bitte möglichst weit vom Käfig/Voli entfernt - zumindest in der ersten Zeit und bitte denken Sie daran, auch ein Geierchen braucht dringend seine 8 Stunden Nachtruhe, in der es auch nicht gestört werden sollte!

2.Tag: bitte den Geierchen 8-14 Tage keinen Freiflug gönnen - und zwar aus folgendem Grund: sie müsssen sich erst an ihr neues Zuhause gewöhnen, "ihre" Menschen kennen lernen, den Tagesablauf und sie sollten schon etwas Vertrauen aufbauen! Aber, nun können Sie schon langsam anfangen, mit dem Geierchen zu "arbeiten"! Wenn Sie genug Zeit und Geduld haben, dann schneiden Sie ein Stück Kolbenhirse ab und halten es, mit 2 Finger, in den Käfig/Voli. Bitte nur die Hirse - noch nicht die Finger! Wenn es auch in den ersten Tagen nicht klappen sollte - unbedingt damit fortfahren und nicht gleich aufhören! Und bitte auch ein paar Mal pro Tag versuchen. Wenn sich das Geierchen dann nähert und von der Hirse frißt, ist es schon die halbe Miete!


3. Tag - und alle weiteren Tage: dies machen Sie bitte so lange, bis es auf Anhieb klappt. Immer den Federbällchen dabei gut zureden, den Namen nennen oder pfeifen/singen. Klappt das schon relativ gut, dann können Sie dazu übergehen, sich die Hirse auf den Handrücken zu legen und Ihre Hand in die Käfigtür zu halten. Bitte niemals die Handinnenfläche benutzen! Auch dies wird ein paar Tage dauern - nur Geduld! Das kommt auch ganz auf den Charakter des Federbällchens an - beim Einen klappt es früher - beim Anderen etwas später! Aber, wenn das Geierchen auf Ihre Hand fliegt, um sich die Hirse schmecken zu lassen, dann haben Sie fast gewonnen! Dabei immer wieder den Namen sagen und das Loben nicht vergessen! Wenn Sie dies eine zeitlang geübt haben, dann versuchen Sie schon mal, ob das Geierchen auch ohne Hirse auf Ihre Hand fliegt. Aber auch hier gilt - bitte Geduld und keine Hektik - die Geierchen spüren es sonst und "arbeiten" nicht mit! Kommt das Federbällchen auf Ihre Hand, obwohl keine Hirse darauf liegt, dann bitte schnell mit etwas Hirse belohnen und das immer wieder üben! Keine Angst - Hirse ist zwar ein Leckerli, kann aber ohne Bedenken öfters gefüttert werden! 

Der 1. Freiflug: wenn das alles gut klappt und Sie das Gefühl haben, dass das Geierchen Ihnen vertraut und auch schön auf Ihre Hand kommt, dann können Sie es mit dem ersten Freiflug versuchen! Am besten ist es , wenn Sie jede Menge Zeit haben und auch viel Geduld - keinen Stress, dann lieber verschieben! Bitte auch vorher, wenn möglich, nicht füttern! So, dann halten Sie Ihre Hand in den Käfig/Voli und lassen das Geierchen darauf hüpfen. Warten Sie am besten ab, ob es am Arm hoch laufen will. Wenn ja, lassen Sie es laufen! Wenn nicht, dann nehmen Sie die Hand mit dem Geierchen aus dem Käfig - immer sanft reden und beruhigen - es ist Stress für das Geierchen! Möchte es nicht nach draußen und versucht, schnell wieder in den Käfig zu hüpfen, dann versuchen Sie es an einem anderen Tag aufs Neue! Geht es auf Ihrer Hand mit nach draußen, dann lassen Sie das Federbällchen gewähren - aber bitte am Anfang immer dabei bleiben und beaufsichtigen! Entfernen Sie vorher alle Risikofaktoren - schalten Sie keinen Herd an, schließen Sie vor allem vorher alle Fenster, öffnen Sie keine Türen, entfernen Sie gifitge Pflanzen, heizen Sie keinen Kaminofen o.ä., entfernen Sie alle Sachen, an denen das Geierchen sich verletzen könnte und auch alle Sachen, die Ihnen lieb und teuer sind und die leicht zu Bruch gehen könnten! Wenn Sie keine Gardinen vor den Fenstern haben, bitte mit Klebezetteln o.ä. markieren! Die Geierchen erkennen die Fensterscheiben nicht als Hindernis (es nutzt nichts, wenn sie nicht frisch geputzt sind - auch schmutzige Scheiben werden nicht als Hindernis erkannt.....lach). Zwar kann es dann immer noch vorkommen, das die Geierchen mal an die Scheiben fliegen - sie müssen es erst lernen! Aber mit jedem Freiflug wird es besser. Ruck zuck sind es dann perfekte Flieger! Ist das Geierchen dann an seinen Namen und den Umgang mit Ihrer Hand gewöhnt, haben Sie es viel leichter, es nach seinem Freiflug wieder zurück in den Käfig/Voli zu setzen! Wenn das nicht funktionieren sollte, dann füllen Sie den Napf mit frischem Futter, so dass das Geierchen es auch sieht und geben diesen zurück in den Käfig/Voli. Klappt das auch nicht, dann  plazieren Sie etwas Hirse an der Eingangstür und wenn das Federbällchen landet und fressen möchte, dann bitte vorsichtig die Türe schließen. Am besten ist es, Sie geben dem Geierchen eine Anflug- und Landehilfe in Form eines Korkbrettchens, das Sie von außen unter  oder neben der Tür anbringen. So sieht das Federbällchen viel besser seinen Einflug und hat auch viel weniger Angst. Die Brettchen können Sie bei mir erwerben! 

So, wenn Sie nun an diesem Punkt angelangt sind, ist das/die Geierchen schon so gut wie zahm - der Rest ist jetzt nur noch Üben/Routine! Und bitte denken Sie daran: umso mehr das Geierchen Vertrauen zu Ihnen aufbaut, umso schneller und besser wird es auch zahm! Also, niemals erschrecken, an den Käfig schlagen und in der Nähe des Käfigs/Voli bitte keine hektischen Bewegungen und immer beruhigend reden. Sie müssen Ruhe ausstrahlen, dann läuft alles fast von alleine! Ein Flugkünstler wird nicht geboren - er wird es durch Übung! Und auch ein zahmer Vogel wird nicht so geboren - er wird es nur durch Vertrauen! Glückliche Geierchen leben nemals in Einzelhaltung - sondern mind. paarweise! Freiflug ist Voraussetung - egal wie groß der Käfig/Voli ist. Es trainiert die Muskeln, regt den Stoffwechsel an und ist auch ein gutes Mittel gegen Langeweile! Bieten Sie Ihrem Geierchen soviel Abwechslung wie möglich - dann wird es auch ein langes, glückliches Leben führen!