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Papageien:

Kongo-Graupapageien (Psittacus erithacus erithacus):


Unser Kongo-Graupapageien-Pärchen: "Cleopatra" und "Cäsar"! Seit unser "Cäsar" gesehen hat, dass "Rocky" Freiflug hat, ist er ganz schnell aus seinem Kasten und seiner Voli raus gekommen und hat zusammen mit "Rocky" die "Freiheit" des Wohnzimmers genossen! Nur "Cleo" traut sich noch nicht -sie ist halt schüchtern!


Und hier habe ich unser Pärchen "Cleo" und "Cäsar" im Kasten beim Schmusen "erwischt"!




Das ist unser "Neuer" im Bunde - "Rocky"! Auch er soll nicht alleine bleiben und irgendwann werde ich mich auf die Suche nach einer passenden Henne für ihn machen - aber erst bekommt er Zeit genug, um sich einzuleben! Er ist ein ganz süßer Wildfang, der aber schon sehr seine ursprüngliche Scheu und Ängstlichkeit verloren hat. Er spricht schon, pfeift und kann versch. Geräusche nachahmen. Ein lustiger Geselle und alle 3 machen sehr viel Spaß!



Wie der Name schon verrät, leben die Graupapageien ursprünglich in Afrika. Es gibt 3 versch. Arten von Graupapgeien: der Kongo-Graupapagei (Psittacus erithacus erithacus), der mit einem Gewicht von 450 Gramm und mehr der größte Graupapagei ist. Die Hähne sind dunkelgrau, haben einen größeren, eckigeren Kopf und einen langen Schnabel. Die Hennen sind heller-silbergrau mit einem runden, kleineren Kopf und einem kürzeren Schnabel. Hahn und Henne haben einen roten, kurzen Schwanz. Sie stammen aus Äquatorialafrika! Die Westafrikanischen oder West-Ghana-Graupapageien (Psittacus erithacus princeps) sind zwar den Kongo's ähnlich, aber kleiner. Diese stammen von den Principe- und Fernando-Inseln im Golf von Guinea. Auch sie haben einen roten, kurzen Schwanz! Die 3. Art ist der Timneh-Graupapagei (Psittacus erithacus timneh). Er ist kleiner als die anderen beiden Arten und hat einen braungefärbten Schwanz und einen rosa- bis rötlichen Scnabel. Er kommt ursprünglich aus Sierra Leone, Liberia, Guinea und der westl. Elfenbeinküste.


Beschreibung:

dunkel- bis blaßgrau, unbefiederte, weiße Gesichtsmaske, Bauchfedern mit dunklem Saum, Kopffedern mit hellem Saum, Unterflügeldecken und Unterrücken hellgrau, Handschwingen dunkelgrau/schwärzlich, Schwanz rot, Schnabel schwarz, Iris hellgelb, Füße dunkelgrau.

Verhalten:

Alle afrikanischen Graupapgeien sind sehr intelligent und hoch sensibel. Sie können hervorragend sprechen lernen und besitzen die Intelligenz eines 5-jährigen Kindes. Aber, die Pflege eines Graupapageis ist auch vergleichbar mit der Kindererziehung! Sie erfordert eine klare Linie und viel Geduld! Graupapageien sind eben keine Kinder - sie sind intelligente, aber wilde Tiere, die aus der Wildnis geholt wurden und nun lernen müssen, mit den Menschen zu leben und ein guter Freund zu sein! Graupapageien haben ein besonderes Talent, unsere Gedanken, Stimmungen, Gefühle und Energie einzuschätzen. Sie haben aber auch ihren eigenen Kopf und können sehr nachtragend sein! Es sind mittellaute Papageien mit einem oft sehr ängstlichen und scheuen Wesen - nur ca. 50 % werden zahm oder zutraulich. Aber es sind auch sehr neugierige, interessante Tiere, mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Wenn man einen Graupapgei erwerben möchte, geht man am besten zu einem seriösen Züchter. Man kann einen Wildfang oder aber einen Zuchtvogel (deutshe Nachzucht) erwerben. Bei einem Wildfng muss man sich aber im Klaren sein, dass diese Tiere sehr ängstlich sind und es, unter Umständen, Jahre dauern kann, bis sie Vertrauen aufbauen und ihre Ängstlichkeit überwinden, wenn überhaupt. Meistens werden sie nur sehr langsam zahm und es erfordert sehr, sehr viel Geduld. Bei einem Züchter bekommt man entweder Naturbruten oder Handaufzuchten. Das sollte jeder für sich entsheiden. Die Handaufzuchten werden vom Menschen aufgezogen und die Naturbruten von den Elterntieren. Handaufzuchten sind sehr auf den Menschen geprägt und man muss ihnen immer genügend Aufmerksamtkeit entgegen bringen! Naturbruten lernen von ihren Eltern und sind im Umgang mit Artgenossen sozialer. Sie sind nicht so stark auf den Menschen fixiert, der aber auch einen Partner nicht ersetzen kann!

Haltung:

Einen Grauen sollte man, nach Möglichkeit, nicht alleine halten. Außenvoliere mit Schutzraum oder Innenvoliere (mind. 2 x 2 x 1m) - das ist egal. Tiere in "Einzelhaft" brauchen sehr, sehr viel Aufmerksamkeit, Zuwendung und Beschäftigung! Werden sie nur etwas vernachlässigt, können sich Rupfer, Schreier o.ä. entwickeln. Wenn Sie sich dieser Aufgabe gewachsen fühlen, dann ist ein afrikanischer Graupapagei bestimmt der richtige Vogel für Sie. Aber man muss sich immer bewusst sein, welche Verantwortung man übernimmt! Und bedenken Sie, ein Grauer wird ca. 50-80 Jahre alt. Es muss ein sicherer Platz für den Käfig (mind. 1 x 1 x 0,80m) vorhanden sein. Diese Käfigmindestmaße sollten niemals unterschritten werden damit die Tiere die Möglichkeit haben, im Käfig wenigstens mal mit ihren Flügeln zu schlagen. Täglicher Freiflug ist dann wohl selbstverständlich! Nach oben sind den Käfigmaßen (besser Volieren) kein Grenzen gesetzt! Aber bedenken Sie, dass so ein Käfig/Voliere auch ihren Preis hat! Zeitungspapier als Bodenbelag hat sich gut bewährt. Es kann schnell und einfach tägl. erneuert werden. Wenn die Graupapageien Freiflug haben, sollten sich auch keine Gefahrenquellen im Zimmer befinden! Außerdem lieben sie es, zu nagen. Deshalb sollten alle Stangen in der Voli gegen Naturäste ausgetauscht werden! Hierfür eignen sich Äste von Obstbäumen oder Buche sehr gut. Auch ein Kletterbaum aus Naturholz (den man sehr gut selbst bauen kann) ist eine tolle Sache für einen Grauen. Außerdem gibt es, speziell für Graupapageien, tolles Acrylspielzeug im Handel! Ein Graupapagei sollte täglich bestimmte Zeiten für sich haben können. Sie brauchen einfach mal Ruhe zum Schlafen, Dösen, Fressen oder zum Putzen des Gefieders - dann sind sie auch viel ausgeglichener!

Ernährung:

Ich füttere unseren Grauen ein selbstgemischtes Körnerfutter ohne Nüsse. Sie können aber auch eine Fertig-Futtermischung kaufen. Ab und zu bekommen sie auch mal ein Nüßlein, aber bitte ohne Schale! Abwechselnd mit dem Körnerfutter bekommen sie Keimfutter, welches mit Eifutter, Rosinen, Hagebutten, Garnelen oder eingeweichte Maiskörner gemischt wird. Somit ist auch der Bedarf an tierischem Eiweiß gedeckt! An den Tagen, wo ich Körnerfutter reiche, bekommen sie noch ein Schälchen mit Obst (Lieblingssorte: Weintrauben, Pfirsiche, Bananen und Apfel), Gemüse usw. Auch Kolbenhirse wird gerne genommen. Mineralsteine sind wohl selbstverständlich und stehen jedem Tier zur Verfügung. Auch füge ich ab und zu Vitamine oder Korvimin zu. Ein winziges Stückchen von einer Calcium-Tbl. wird über das Obst, Gemüse etc. gestreut! Es ist ganz wichtig zum Knochenaufbau und der Federneubildung! Täglich frisches Wasser ist wohl auch selbstverständlich!

Obst und Gemüse:

Ananas, Aprikose, Apfel, Banane, Birne, Brombeeren, fr. Datteln, Erdbeeren, fr. Feigen, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Kiwi, Kaktusfeigen, Mango, Mandarinen, Melonen, Orange, Papaya, Pfirsich, Sanddorn, Weintrauben. Auberginen, Chicoree, Eisbergsalat, Endivien, Feldsalat, Fenchelknollen, Gurken, grüne Erbsen und Schoten, halbreifer Mais, Knoblauch, Kürbis, Kresse, Möhren, Paprikaschoten, Petersilie, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Spinatblätter, Schnittlauch, Staudensellerie, Tomaten, Zucchini und Zwiebeln. Unverträglich ist: alle Kohlarten, grüne und rohe Kartoffeln, Avocados, grüne Bohnen und alle gespritzten Sachen wie Salate usw., Grapefruit, Rhabarber, Pflaumen, Zitronen und Dörrobst.

Früchte:

Berberitze, Eberesche, Feuerdorn, Hagebutte, Hainbuche, Holunder (nur Früchte - Blatt- und Rindenstücke sind giftig!), Liguster, Sanddorn, Schwarzdorn und Weißdorn.

Kräuter und Grünfutter:

Hirtentäschelkraut, Huflattich, Kresse, Löwenzahn, Mangold, Petersilie,  Rainfarn, Salat, Spinat, Topinambur, Vogelmiere und Wegerich.

Leckerli und zur Belohnung - Zufütterung:

1-2 mal pro Woche: 1/2 - 1 Eßlöffel Magerquark mit gehackten Kräutern, 1x1cm Würfel Hartkäse, 1 hartgekochtes Ei

ab und zu in Maßen: 1 Eßlöffel frisch geschrotetes Getreide in halb Milch und halb Wasser eingeweicht, gekochte Nudeln oder Kartoffeln, getrocknetes Brot, Zwieback, 1 trockener Keks, Cornflakes, hartes Weißbrot in halb Milch halb Wasser eingeweicht, 3-4 Teelöffel biologischen Naturjoghurt, Hühnerbein und/oder Kotlettknochen - aber ohne Fleisch und nicht gewürzt.

Schädlich ist folgendes:

kalte Nahrung, z.B. aus dem Kühlschrank, heiße Nahrung, verschimmelte oder gar verfaulte Nahrung, gesalzen oder gewürzte Nahrung, Salz - Zucker - jedliche Art von Gewürzen, Süßigkeiten - wie Schokolade o.ä., Schlagsahne, Kuchen - Torten, Fett oder fetthaltige Speisen, alkoholische Getränke, Cola, Kaffee, Kohlensäure.

Brut:

Brutbeginn ab Mai - sie können aber auch das ganze Jahr über brüten. Graupapageien ändern während der Brut nur selten ihr Verhalten. Trotzdem ist es besser, ein Paar zur Brutzeit in einer geschützten Voliere unterzubringen und Störungen weitgehend zu vermeiden. Die Bruthöhle oder der Brutkasten sollten mindestens eine Größe von 30 x 30 x 60 cm haben. ein Gelege besteht meist aus 3-4 Eier, die Brutdauer beträgt 26-29 Tage und die Nestlingszeit beträgt ca. 11 Wochen. Die Altvögel sind meistens empfindlich gegen Nistkastenkontrollen! 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen sind die Jungtiere selbständig! Das Geburtsgewicht beträgt ca. 12 Gramm.


"Der Geist des großen Adlers lebt in euren Herzen - sein Mut, seine Weisheit, aber auch seine Einsamkeit."